24 Nov

Das Tabuthema „Geld“

Über Geld spricht man nicht – man hat es lediglich zu besitzen. Diese Regel hat in unserer Gesellschaft oberste Priorität. Beobachte dazu einfach mal Dein Verhalten oder auch das anderer, wenn die Sprache auf das „liebe Geld“ kommt. Wie reagierst Du, wenn Du gefragt wirst, wie hoch Dein monatliches Einkommen ist oder wie viel Deine neue Jeans gekostet hat? Sicherlich wirst Du es nicht als „normal“ empfinden, dass Dir derartige Fragen gestellt werden. Möglicherweise wirst Du die Auskunft sogar verweigern, da Dich das preisgeben einer solchen Information peinlich berührt.

Doch warum ist das der Fall? Unsere Gesellschaft wird – auch dank der Medien – immer und immer offener. Im Fernsehen wird ohne Umschweife über Drogenprobleme und Sex diskutiert. Peinlich scheint uns heute nur noch wenig zu sein. Und doch – die Angst über Geld zu reden, ist tief in uns verankert. Stell Dir doch einmal vor, Deine Kollegin bittet Dich mehrmals darum, ihr das Geld für ein Mittagessen auszulegen. Denn: Diese Kollegin ist zwar im Berufsleben sehr kompetent, allerdings ein ziemlicher Schussel. Daher kommt es häufig vor, dass Ihr mittags beim Essen sitzt und der Kollegin siedend heiß bewusst wird, dass ihre Geldbörse mal wieder zu Hause liegt. Ihr aus der Klemme zu helfen und die Rechnung zu übernehmen, ist für Dich natürlich Ehrensache. Problematisch ist jedoch, dass die Kollegin Dir das Geld nie zurückgibt. Deshalb fängst Du nach der fünften übernommenen Rechnung an, mit dem berühmten Zaunpfahl zu winken – und machst Aussagen wie „…es wurden doch glatt die Preise erhöht“ oder „Mensch, heute hätte ich auch fast mein Geld zu Hause vergessen.“ Aber Du bringst es nicht über Dich, die Kollegin direkt drauf anzusprechen, dass Sie Dir Geld schuldet.

Schließlich springst Du über Deinen Schatten und fragst direkt, ob sie denn vergessen hätte, Dir das ausgelegte Geld wiederzugeben. Die Antwort der Kollegin fällt leicht panisch aus: „So viel soll ich Dir schulden? Oh je, und dabei bin ich doch gerade so knapp bei Kasse.“ Obwohl Du natürlich im Recht bist und Du schließlich ihr Geld für das Mittagessen geborgt hast, wirst Du Dich nun höchstwahrscheinlich schuldig fühlen, weil Du so viel Geld von ihr verlangst. Aber: Es ist ganz normal, dass es uns unangenehm ist, von Bekannten oder Verwandten kleinere Beträge einzufordern. Und weil man ja nicht über Geld redet, zieht man es in der Regel vor, stillschweigend kleine Summen zu übernehmen, um nicht kleinlich zu wirken. Doch wer sich nicht öfter ein Herz fasst und einfach ausspricht, was ihm auf dem Herzen liegt, der geht das Risiko ein, von seinen Mitmenschen ausgenutzt zu werden.

Geld = Selbstwert

Besonders heikel ist dieses Tabuthema, wenn wir um höhere Geldbeträge bitten müssen. Wer sich vornimmt, seinen Chef um eine Gehaltserhöhung zu bitten, dem wird das unangenehme Gefühl bestens vertraut sein. Doch halte Dir  einmal vor Augen, was bei einer solchen Bitte um eine Gehaltserhöhung tatsächlich passiert: Du bietest einem Unternehmen – Deinem Arbeitgeber – Deine Fähigkeiten an und möchtest nun lediglich über den Preis für diese Fähigkeiten sprechen. Die Wirklichkeit sieht jedoch um einiges emotionaler aus. Wenn Dein Chef Dir die Gehaltserhöhung verweigert, ist dies durchaus gleichzusetzen mit einer Abwertung Deiner Arbeitskraft. Man bringt Dir nicht die Wertschätzung entgegen, die Du als angebracht empfindest. Eine Ablehnung steht somit nicht nur für eine missglückte Verhandlung, sondern gleichzeitig für eine Abwertung Deiner Leistung. Wer sich also auf eine Gehaltsverhandlung einlässt, betritt gleichzeitig eine höchst persönliche und emotionale Ebene.

Ist Geld etwas Schlechtes?

Wenn jemand es wagt, trotz der gesellschaftlichen Konventionen, Geld zum Thema zu machen, dann geschieht es meist in negativer Form. Diese negative Stellung des Geldes zeigt sich besonders eindrucksvoll, wenn man vor seinen Freunden und Verwandten deklariert, man würde nach Reichtum und für die meisten folglich auch nach Macht streben. Die häufigste Reaktion auf eine derartige Bemerkung wird Kritik oder Ablehnung sein. Und auch wer reich war und diesen Reichtum auf Grund von Schicksalsschlägen verliert, dem ist der Hohn vieler Menschen sicher. „Geld verdirbt den Charakter“ und „Geld macht nicht glücklich“ sind nur zwei vieler Sprüche, die dieses Schema demonstrieren. Und dennoch: So viele Menschen versuchen ihr Glück beim Lotto spielen und lesen Ratgeber, die ihnen schnell zu einem Leben in Wohlstand verhelfen sollen. Geld scheint also trotz aller negativen Ansichten etwas Erstrebenswertes zu sein. Und das ist auch gut so! Schließlich gehört Geld zu unserem Leben – die Menge, die wir von diesem Gut besitzen, entscheidet sogar darüber, ob wir unser Leben glücklich oder sorgenvoll leben. Wer zu wenig Geld hat, kann dabei nicht nur Schulden haben, sondern auch die größten Probleme.

Mit Hilfe meines Angebotes kannst Du Dir Dich dem Thema Geld bewusst annehmen. Du kannst die Kunst des Geldmanagements erlernen und dadurch aus dem negativen Tabuthema „Geld“ etwas Wertvolles und Positives für Dich machen. Den ersten Antrieb, der Dir beim Erreichen Deiner finanziellen Ziele hilft, findest Du in den folgenden Anregungen:

  • Ändere Deine Einstellung zu Deinem Geld. Mache Dir bewusst, dass Geld nicht „stinkt“. Rede nicht mehr abfällig über den „schnöden Mammon“ und denke positiv über das Streben nach Reichtum. Denn: Wer nach Reichtum strebt, aber dennoch an negativen Glaubenssätzen festhält, erzeugt negative Energien, die Dich am Erreichen Deiner finanzielle Ziele hindern. Lege also die alten Ansichten ab und ersetze diese durch neue. Hierfür könnten folgende Leitsätze sinnvoll sein, die Du Dir mehrfach täglich bewusst machen solltest:

Ich liebe mein Geld.
Ich gehe sorgsam mit meinem Geld um.
Ich nutze mein Geld, um mein Leben zu bereichern.

  • Erzähle weder Deinen nächsten Verwandten noch Deinen besten Freunden von Deinem Vorhaben Dein Geldmanagement zu verbessern. Es ist leider immer noch gesellschaftlich verankert, dass Geld ein Tabuthema ist. Dies wird auch ein Großteil Deines Umfeldes sicherlich nicht anders sehen. Äußerungen wie „Das klappt nie“ oder „Sparen lohnt doch heute nicht mehr“ werden Deine Motivation stark bremsen und auf Dauer Dein Vorhaben zunichte machen. Führe Deinen Plan vorerst (!!!) alleine aus – und freue Dich im Nachhinein über die Anerkennung anderer, wenn diese sehen, dass Du Deine Ziele mit dieser Leichtigkeit erreichst.
  • Frage Dich, bevor Du eine Ausgabe tätigst, ob diese zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nötig ist. Verschiebe den Kauf eines neuen Autos auf später und verzichte auf den zweiten Urlaub im Jahr. Beantworte Dir vor jeder Geldausgabe folgende Frage: „Brauche ich das wirklich, um glücklich zu sein?“. Jeder gesparte Euro ist ein weiterer Schritt in Richtung finanzielle Freiheit. Wichtig: Es geht niemals um Geiz, sondern immer um den bewussten Umgang mit Geld.
  • Besteht eine Möglichkeit, Deinen Wert oder Deine Verdienstmöglichkeiten zu steigern? Dann nutze diese. Nimm an Fortbildungen teil, verbessere Deine Kenntnisse in verschiedenen Bereichen, versuche auch Deine Arbeitsgeschwindigkeit und –qualität zu optimieren. So wirst Du garantiert für Deinen Arbeitgeber nahezu unverzichtbar – und erarbeitest Dir sicher die ein oder andere Gehaltserhöhung.

MACHE Dein Geld – Verdiene es nicht!

Woher nur kommt die negative Einstellung zum Thema Geld, die besonders im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist? Ein möglicher Hinweis darauf könnte sein, dass man im deutschen sich sein Geld „verdienen“ muss. Doch: Das Wort „verdienen“ weist darauf hin, dass man mit der monatlichen Lohntüte möglicherweise etwas bekommen könnte, was einem gar nicht zusteht. Nur wer wirklich etwas wert ist, der verdient auch sein Geld. Diese Ansicht ist schlichtweg falsch – und scheint dennoch sehr präsent zu sein! Die Ansicht, dass nur derjenige viel Geld verdient hat, der auch viel wert ist, hat fatale Konsequenzen. Ist ein Bill Gates mehr wert als eine Raumpflegerin, weil er unzählige Millionen „verdient“ hat? Sicherlich nicht – Geld muss man sich nicht „verdienen“, man muss es sich „erwirtschaften“! Aber: Warum hat Bill Gates sie dann und andere nicht?

Werde – was die Sprache des Geldes betrifft – multikulturell. Denn: In den meisten Sprachen der Welt wird Geld in einem viel positiveren Zusammenhang verwendet. So „machen“ die Amerikaner ihr Geld („to make money“), während die Engländer ihr Geld sogar „ernten“. Die Franzosen hingegen „gewinnen“ ihr Geld (gagner de l’argent). Du siehst – die Formulierung macht die Musik. Eine positive oder auch nur neutralere Formulierung könnte auch unserer Gesellschaft helfen, die Vorbehalte über das Erwirtschaften von Geld abzubauen. Höre also auf Dein Geld zu verdienen – es genügt, wenn Du genug davon machst.


Wenn Du jetzt Lust auf mehr bekommen hast: Viele Ideen, Anregungen und Methoden kannst Du nicht nur in meinem Trainingsprogramm Der Erfolgs-Kompass – Meistere Dein Geld und Dein Leben erlernen und für Dich ein gut funktionierendes System schaffen. Ich biete biete auch konkrete Konzepte für den eigenen Finanzwachstum an, die ich selbst umgesetzt habe und für mich bestens funktionieren.

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