Optionen vs. Aktien vs. Optionsscheine

Optionen sind hochriskant!

“Das ist pure Zockerei” oder eine “Geldverbrennungsanlage”. Alles Dinge, die wir schon gehört haben und meist von Menschen kommen, die sich nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Da du aber hier bist und diesen Artikel liest, bin ich mir sicher, dass du nicht zu diesen Menschen zählst. Du möchtest erfahren, welche Möglichkeiten dir Optionen bieten und wie du dir damit ein zusätzliches Einkommen aufbauen kannst. Deshalb erkläre ich dir in diesem Beitrag den Unterschied zwischen Aktien, Optionen und Optionsscheinen und wie du mit Optionen eine gute Möglichkeit hast, dein investiertes Kapital zu erhöhen.

Aktien und Optionen – wo liegt der Unterschied?

Um den Unterschied zwischen Aktien und Optionen zu erkennen, schauen wir uns erst einmal an, was die Definition von Aktien und von Optionen sind.

Aktien:  
Kaufst du eine Aktie, erwirbst du ein kleines Stück Eigentum an einem Unternehmen. Dieser Anteil verfällt nicht, solange es dieses Unternehmen gibt.
Im besten Fall kaufst du eine Aktie günstig und verkaufst sie teuer, um so einen Gewinn zu realisieren.
Die Aktie gehört solange dir, solange du die Aktie behältst und das Unternehmen besteht. 

Optionen:
Eine Option ist das Recht, aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge eines bestimmten Gutes (UNDERLYING) während einer festgelegten Laufzeit (EXPIRY) zu einem festgelegten Preis (STRIKE) zu kaufen (CALL) oder zu verkaufen (PUT).
Wenn du eine Option kaufst (Achtung, nicht zu verwechseln mit Optionsscheinen), erwirbst du das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Preis innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu kaufen oder zu verkaufen.
Zum Beispiel kann dir eine Option das Recht geben, 100 Aktien von Microsoft für 200 Dollar für die nächsten zwei Monate zu kaufen.
Die Basiswerte müssen nicht zwingend Aktien sein, dies können auch Rohstoffe, ETFs, Agrarprodukte oder Währungen sein.
Eine Aktie ist damit eine Unternehmensbeteiligung und eine Option ist vergleichbar mit einer Vereinbarung. 

Optionsscheine:
Optionsscheine sind verbriefte Derivate, die von Banken ausgegeben werden.
Auch hier gibt es, wie bei den Optionen, die Möglichkeit von verschiedenen Basiswerten, wie z.B. Aktien, ETFs usw.
Der große Nachteil von Optionsscheinen ist die Zwischenschaltung der Bank. Denn Ausgeber eines Optionsscheins ist immer die Bank, geht diese evt. Pleite ist dein Geld weg.
Die Bank ist hier der Stillhalter und nutzt die gleiche Strategie wie wir bei Optionen. Als Stillhalter wird derjenige bezeichnet, der den Verkauf der Option oder der Optionsscheine soweit ausreizt, bis der Basiswert des zu veräußernden Gutes sinkt und dadurch die Gewinnprämie bis zum Verkauf steigt.

Warum werden Aktien bevorzugt?

Das ist relativ leicht zu erklären. Der Aktienhandel ist einfach zu verstehen. Gewinne werden auf zwei Arten realisiert: 

  1. Wenn die Aktie steigt. Man kauft günstig und verkauft teuer. Das wird als Trading bezeichnet. Eine Aktie kann viele Jahre gehalten werden und auch ohne viel zutun monatlich bespart werden durch den Kauf weiterer Anteile. Die Chancen, dass eine Aktie im Kurs fällt oder steigt, liegen bei 50/50. Wir können also auch hier unsere Einlage verlieren.
  2. Durch Dividendenauszahlung (Gewinnausschüttung). Wenn das Unternehmen Gewinnausschüttungen vornimmt, bekommst du als Anteilseigner eine jährliche Rendite. Diese Strategie ist weniger risikoreich, doch es braucht einen langen Atem, und das Ziel ist, durch das Halten von vielen Aktien langfristige Gewinne zu erzielen.

Handeln wir allerdings Optionen auf eine Aktie, kann dies deutlich profitabler sein.

Wo handle ich Optionen und Aktien?

Aktien können heutzutage sehr einfach bei verschiedenen Online Brokern gehandelt werden.

Optionen können an Optionsbörsen wie der Chicago Board Options Exchange in den USA oder der EUREX in Europa gehandelt werden.

Mit Optionen gewinnen bei steigenden, fallenden und gleichbleibenden Kursen 

Wenn die Aktie, welche du gekauft hast, an Wert verliert und der Kurs somit fällt, dann hast du auch einen Verlust gemacht.

Bei Optionen ist das anders. Du hast folgende Optionen:

Bei einer Call-Option setzt du darauf, dass dein Basiswert (also die Aktie, der Rohstoff oder die Währung etc.), auf den du die Option gekauft hast, steigt.

Bei einer Put Option gehst du davon aus, dass der Kurs deines Basiswertes sinkt.

Während du bei deiner Aktie den Verlust akzeptieren musst, kannst du diesen mit Put Optionen aktiv nutzen und Gewinne realisieren.

 

Aktien durch Optionen „mit Rabatt“ einkaufen

Beim Verkauf von Put Optionen als Stillhalten hast du die Verpflichtung, Aktien zu einem Basispreis zu kaufen. Diese Verpflichtung kannst du auch als Gewinnchance und zum Aktienkauf mit Rabatt nutzen. 

Lass es mich mit einem Beispiel erklären:

Gehen wir mal davon aus, du möchtest 100 Aktien kaufen und müsstest dafür z.B. 6.000 € bezahlen.
Dann kannst du auch wie folgt vorgehen.
Du verkaufst einen Kontrakt mit 100 Puts mit dem Basispreis 60 € und einer Laufzeit von rund 4 bis 8 Wochen.
Je nach Aktie und Put Option bekommst du hierfür eine Optionsprämie von beispielsweise 200 €.
Als Stillhalter wartest du nun ab.
Fällt die Aktie im Kurs, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Put ausgeübt wird und du die Aktie für 60€/Stück einkaufst.
Aber das wolltest du ja sowieso.
Du bezahlst also 6000€ für 100 Aktien und hast durch deine Optionsprämie 200 € eingenommen. Somit hast du gegenüber dem Direktkauf 200 € gespart.
Steigt die Aktie oder wird der Put nicht ausgeübt, hast du trotzdem 200 € Optionsprämie erhalten.
Diesen Put kannst du immer wieder verkaufen, solange bis du den Aktienkauf mit Rabatt umgesetzt hast. 

Aktienbestände „vermieten“ und zusätzliche Prämien einnehmen

Als Stillhalter ist es möglich eine regelmäßigen Cashflow durch den Verkauf von Puts zu generieren. Aber es gibt auch noch die Möglichkeit, Call Optionen auf deine Aktienbestände zu verkaufen. Du vermietest also deine Aktienbestände.
Mit dem Verkauf eines Short Calls gehst du die Pflicht ein, eine Aktie zu einem gewünschten Preis, dem Strikepreis, zu liefern.
Überleg dir hier vorher, wie weit entfernt du den Strikepreis vom aktuellen Aktienkurs wählst.
Mit dieser Strategie kannst du mehrere Prozent jährlich dazuverdienen. 

 

Fazit

Nun kennst du den Unterschied zwischen Aktien, Optionen und Optionsscheinen.

Du kannst mit allen drei dein investiertes Kapital erhöhen, doch mit Optionen kannst du doppelt verdienen, bzw. durch Prämien und Rabatte den Kaufpreis der Aktien, die du ohnehin kaufen wolltest verringern. 

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Was sind Optionen

Die 7 häufigsten Fehler im Optionshandel

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Autor: Hendrik Pleil

Bildquelle: Pexel

Hendrik

Hi, mein Name ist Hendrik Pleil, ich bin dein Geldtrainer und Coach.

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