Optionshandel – Der Weg zur finanziellen Freiheit? Throwback meines Interviews mit Maurice Bork

Mein Throwback des Monats führt mich genau ein Jahr zurück zum 17.11.2021 als ich bei Maurice Bork im Podcast war. Was als lockerer Talk zum Thema „Optionshandel und wie man damit finanziell unabhängig(er) werden kann“ geplant war, mündete in einem kurzweiligen, intensiven, lockeren Talk zum Thema Geldtraining, Immobilien-Investments, bis es dann um den Optionshandel ging und noch in die Börsen-Psychologie abdriftete. Besonders das Feedback über andere Kanäle, dass es ein mehrwertvoller Podcast war, hat mich besonders gefreut. Ein Dank nochmal an Maurice Bork.

Und nun zu der Frage „Kann ich ein passives Einkommen mit Optionen kreieren?“

Passives Einkommen mit Optionen – mit einer Stunde Aufwand pro Woche in die finanzielle Freiheit?

Kannst du dir vorstellen, nur noch eine Stunde die Woche arbeiten zu müssen, und trotzdem genügend Cashflow für deinen Lebensunterhalt zu generieren?

Wünschst du dir auch finanzielle Freiheit und für dein Einkommen nicht mehr arbeiten zu müssen?

Wir sprechen hier von passivem Einkommen, doch was viele oft falsch verstehen, ist, dass passiv nicht heißt, dass du gar nichts mehr dafür tun musst. Vielleicht gelingt es dir, über einen bestimmten Zeitraum etwas aufzubauen, dass es dir irgendwann ermöglicht, im Schlaf Geld zu verdienen, doch dass du gar nichts dafür tun musst, ist meiner Meinung nach eine Illusion.

Tatsächlich kann gerade am Anfang beim Aufbau eines passiven Einkommens, zum Beispiel mit Aktien, Immobilien oder auch einer aktiven Beteiligung am Aktienhandel (Trading) oder beim Handel mit Optionen ein sehr hohes Investment an Zeit und vor allem Geld anfallen. Ich kenne keine funktionierende Möglichkeit, wirklich reines passives Einkommen zu generieren, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen.

Doch je mehr Zeit du am Anfang reinsteckst, sei es in finanzielle Bildung, Training im Aktienhandel, den Markt beobachten und Erfahrungen sammeln, umso schneller wird dir „hinten raus“ der Weg in die finanzielle Freiheit gelingen.

Der Begriff „passives Einkommen“ ist daher irreführend und auch finanzielle Freiheit ist eher ungünstig gewählt, weil keiner genau sagen kann, wann du finanziell frei bist und ob du dann noch für dein Einkommen etwas tun musst.

Eine bessere Bezeichnung ist „Investment von wenig Zeit bei hohem Ertrag mit messbaren Ergebnissen“.

Wie du das erreichen kannst, also mit wenig Zeit vielleicht nur eine Stunde pro Woche, am Anfang vielleicht auch zwei Stunden am Tag, einen hohen Ertrag zu erzielen, das möchte ich dir heute am Beispiel Optionen erklären.

Was sind Optionen?

Eine Option ist nichts anderes als ein mündlicher oder schriftlicher Vertrag mit jemandem, der durch die Börse geregelt wird. Die offizielle Definition der deutschen Börse ist:

„Eine Option ist das verbriefte Recht, aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge eines Basiswertes (z. B. Aktien) zu einem vereinbarten Preis (Basispreis) innerhalb eines festgelegten Zeitraums oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erwerben (Kaufoption/Call) oder zu veräußern (Verkaufsoption/Put).“

Beispiel Schlüsseldienst 

Nehmen wir mal an, dein Türschloss ist kaputt, weil der Schlüssel im Schloss abgebrochen ist. Was machst du? Du rufst den Schlüsseldienst an und bittest ihn schnell vorbeizukommen. Der Schlüsseldienst antwortet dir, „Ja, ich komme vorbei, ich schau mir das an und mach dir ein Angebot, doch für die Zeit, die ich bei dir verbringe, möchte ich gerne 100,- Euro haben. Solltest du mich hinterher beauftragen das Schloss auszuwechseln, oder zu reparieren, rechne ich dir die 100,- Euro an.“ Der Schlüsseldienst kommt vorbei und macht dir ein Angebot für das Auswechseln der Schließanlage und unter dem Angebot steht „Ich halte mich vier Wochen an das Angebot gebunden“. Jetzt hast du vier Wochen Zeit, um dir zu überlegen, ob du diesem Schlüsseldienst den Auftrag erteilen möchtest, oder einen anderen Fachmann heranziehst.

Das ist nichts anderes als eine Option.

Übertragen wir das Beispiel auf die Börse könnte ein vergleichbares Szenario folgendermaßen aussehen:

VW steht gerade an der Börse bei 200,- Euro. Du hast dir Vergleichswerte der Börsendaten in den letzten Monaten und Jahren angeschaut und hast jetzt die Vermutung, dass die Aktie demnächst steigen wird. Jetzt kannst du klassisch, wie viele andere es machen, die Aktie kaufen und wartest ab, und wenn die Aktie gestiegen ist, verkaufst du sie wieder und machst damit Gewinn. Dafür musst du natürlich 200,- Euro aufwenden. Wenn es 100 Aktien sein sollen, sind es 20.000 Euro.

Du kannst aber auch eine Option darauf handeln, die darauf setzt, dass der Kurs steigt. Das ist im Prinzip das Gleiche wie beim Schlüsseldienst, das heißt, du machst einen Deal mit einem Vertragspartner, der dir die Aktie innerhalb der nächsten vier Wochen für 200,- Euro verkauft.

Das macht er nicht einfach so, sondern dafür möchte er gerne 5,- Euro haben.

Er hat die Aktie vorher für beispielsweise 190,- Euro gekauft, und wenn er sie jetzt für 200,- Euro abgeben muss, ist das nicht unbedingt schlimm für ihn. Du hast also an deinen Vertragspartner 5,- Euro gezahlt und innerhalb der nächsten zwei Wochen steigt die Aktie auf 250,- Euro. Holst du dir die Aktie jetzt an der Börse für 250,- Euro, oder machst du von deinem Recht Gebrauch, sie bei deinem Vertragspartner für 200,- Euro zu kaufen? Natürlich holst du sie dir für 200,- Euro bei ihm und hast nun die Möglichkeit, sie direkt an der Börse wieder für 250,- Euro zu verkaufen. Du hast also 5,- Euro in ein Kaufsrecht investiert, die Aktie dann für 200,- Euro gekauft und sie dann wieder für 250,- Euro verkauft. Der Gewinn dabei sind 45,- Euro pro Aktie. Das Ganze musst du mal 100 rechnen, denn ein Kontrakt beinhaltet in der Regel 100 Aktien oder 100 Optionen, aber du kaufst das immer in einem 100er Päckchen. Also hast du in diesem Fall bei dem Deal 4500,- Euro Gewinn gemacht.

Manchmal wird auch von “Aktien vermieten” gesprochen. Du kannst Aktien nicht vermieten, aber es lässt sich mit diesem Bild ganz anschaulich erklären.

Nehmen wir an du hast Alibaba Aktien für 160,- Euro gekauft weißt nicht genau, ob sie demnächst steigen werden, vielleicht laufen sie auch seitwärts und du verkaufst jetzt eine Option, in diesem Fall einen sogenannten „Call“ auf deinen Bestand von Alibaba-Aktien und räumst damit jemandem anderen das Recht ein, dass er sie jederzeit für beispielsweise 170,- Euro kaufen kann.

Was habe ich davon, mit Optionen zu handeln? 

Der Grund, warum Optionen überhaupt geschaffen wurden, ist, dass sich Anleger den Wert ihrer Aktien absichern möchten. Optionen wurden also ursprünglich erschaffen um Depots zu „hedgen“ (engl. für „absichern“). Wenn du also deinen Alibaba-Bestand (160,- Euro pro Aktie) absichern möchtest, weil du nicht weißt, wie sich der Kurs entwickeln wird, dann kannst du dir z.B. eine Option für 120,- oder 140,- Euro Strike-Wert (der vorher festgelegte Preis) kaufen und wenn die Aktie dann fällt, hast du immer noch das Recht zu diesem Strike-Wert die Aktie zu verkaufen. Das heißt, wenn du für 140,- Euro diese Option gekauft hast und die Aktie fällt auf 100,- Euro, dann ist dein Aktienbestand im Minus. Aber durch diese Absicherung hast du das Recht, die Aktie für 140,- Euro zu verkaufen, und damit begrenzt du deinen Verlust.

Theoretisch hast du sogar die Möglichkeit dich gegen einen Totalverlust zu „versichern“, so wie eine Vollkasko-Versicherung beim Auto, doch das kostet natürlich entsprechend mehr Geld.

Wie kann ich mit Optionen hohe Renditen bekommen?

Eine Möglichkeit, mit Optionen tatsächlich unserer finanziellen Freiheit oder zumindest unserer 1-h Woche mit passivem Einkommen näher zu kommen, sind sogenannte Stillhalter-Geschäfte.

Der Begriff Stillhalter ist wieder mal ungünstig gewählt, denn ein Stillhalter ist nichts anderes als jemand, der eine Option zum Verkauf anbietet und dann bis zum Verfallstag „stillhält“ und die Option wertlos verfällt. Die Option ist also nichts mehr wert, und der Stillhalter zieht die volle Prämie ein. Doch auch als Aktienanleger, wenn du beispielsweise eine Aktie kaufst und darauf setzt, dass sie steigt, dann hältst du auch still, bis sie gestiegen ist und du sie wieder verkaufst. Doch dann spricht man nicht von einem Stillhalter.

Stillhalter ist also immer derjenige, der Optionen verkauft und dafür Prämien bekommt, wodurch teilweise sehr hohe Renditen bezogen werden können.

Wie kann ich nun mit Optionen ein passives Einkommen generieren?

Die genannten Beispiele waren nur fiktiv. Ein grober Richtwert für erfolgreiches Trading mit Optionen ist eine Rendite von 2-4 %. Das kann auch mal mehr sein und es gibt sicher auch Geschäfte, die „in die Hose“ gehen. Doch hier kannst du dich mit einem sinnvollen Finanz- oder Investment-Training, bzw. mit einer Struktur und einem System so weit absichern, dass du trotz gelegentlicher Verluste im Gesamtschnitt über das Jahr verteilt trotzdem Gewinne machst.

Und hier kommen wir zu unserem Ausgangsthema zurück, dem passiven Einkommen, oder der finanziellen Freiheit, bzw. unserer neuen Definition ein „Investment von wenig Zeit bei hohem Ertrag mit messbaren Ergebnissen“.

Was bedeutet für dich finanzielle Freiheit?

Oder wie viel Zeit bist du bereit zu investieren, um schrittweise deinem finanziellen Ziel näher zu kommen?

Das setzt voraus, dass du ein Ziel hast. Und hier kommen wir zum springenden Punkt.

Ein sinnvolles finanzielles Ziel muss nicht unbedingt sein, Millionen im Jahr an passivem Einkommen zu generieren. Ein langfristiges finanzielles Ziel könnte sein, dass du von deinem Trading deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst. Das muss nicht von Anfang an in Vollzeit sein. Um hohe Erträge bei wenig zeitlichem Aufwand zu erzielen, brauchst du erst mal viel Kapital, dass du investieren kannst, und das hat am Anfang nicht jeder. Es ist also eine schlechte Idee, seinen Job an den Nagel zu hängen, um von jetzt auf gleich Trader zu werden.

Ein gescheiteres Vorgehen wäre, sich jede Woche eine Stunde Zeit für Finanzen zu nehmen (oder auch jeden Tag eine halbe Stunde), um erstmal zu lernen und Erfahrungen mit dem Trading zu sammeln. Das heißt, du musst nicht von Anfang an hohe Erträge erwirtschaften. Bei einer Rendite von 2-4% auf 10.000 Euro, ist das ein monatliches Zusatzeinkommen von 200-400 Euro. Dieses Geld kannst du reinvestieren und dich mit finanzieller Intelligenz Stück für Stück weiterentwickeln und wachsen.

Und irgendwann kommt der Tag, an dem du mit deinen Investments nicht nur deinen Lebensunterhalt verdienst, sondern weit mehr und dein „passives Einkommen“ dir erlaubt im Schlaf Geld zu generieren.

 

Hast du Lust auf mehr bekommen?

Hier kannst du dir das vollständige Interview mit Maurice Bork anschauen.

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Autor: Hendrik Pleil

Bildquelle: Pexel

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