Kontenmodelle

Wir alle wünschen uns finanzielle Freiheit, gut aufgestellt zu sein, um dorthin zu gelangen, wo wir hinmöchten, um uns gewisse Träume zu verwirklichen oder uns eine sichere Existenz aufzubauen.

Um das richtige Sparen zu erlernen, eignet sich die Anwendung von Kontenmodelle, denn dadurch kann ein guter Überblick der Finanzen entwickelt oder auch der Aufbau des Vermögens sehr gut gestaltet werden.

Das zu sparen, was am Ende des Monats übrig bleibt, funktioniert bei den meisten von uns leider nicht und genau aus diesem Grund möchte ich euch diese Kontenmodelle einmal vorstellen:

  • Bargeld-Modell (basic)
  • 3-Konten-Modell
  • 5-Konten-Modell
  • 6-Konten-Modell

Bargeld Modell 

Wenn du zu den Menschen gehörst, die ihr Geld lieber auf der hohen Kante sparen als auf der Bank, ist vielleicht das Bargeld-Modell genau das Richtige für dich. Als “hohe Kante” wurde früher von Adeligen die hohe Kante ihres Bettes bezeichnet, also jene Stelle einer hohen Bett Rückenlehne oder gar einem Himmelbett, auf die man zu diesen Zeiten noch einen Briefumschlag deponieren konnte.
Zu Beginn des Monats legst du eine gewisse Summe zur passenden Kategorie (Shopping/Reisen/Rücklage/Steuer/Sparen etc.) in einen Umschlag oder verschiedene Spardosen zur Seite.
Am Ende des Monats bleibt so besser der Überblick, wie viel trotz Lebenshaltungskosten und Rücklagen übrig geblieben ist und wo du eventuell noch etwas dazu legen möchtest.
Du könntest auch einen Dauerauftrag einrichten (siehe unten), denn Sparen ist nichts anderes, als dass du dich zu Anfang des Monats selbst bezahlst oder auch belohnst, was dich in deiner Entwicklung oder auch deiner finanziellen Freiheit voranbringt!
Aus diesem Grund lege zu Anfang des Monats was für dich zur Seite, bevor am Ende des Monats nichts mehr übrig bleibt!
Das 3-Konten-Modell, das 5-Konten-Modell und das 6-Konten-Modell funktioniert ähnlich, eben nur mit entsprechenden Bankkonten.

 

3-Konten-Modell 

Das 3-Konten-Modell ist das einfachste unter den Modellen, die ich dir hier vorstellen möchte. Das Prinzip ist einfach. Damit uns nicht so geht, dass kein Geld mehr, aber noch viel vom Monat übrig ist, wenden wir das Prinzip an, “pay yourself first”, also bezahle dich selbst zuerst. Zu diesem Zweck richtest du dir bei deiner Bank, oder auf einer zweiten Bank zwei Unterkonten, bzw. ein “normales” Girokonto und zwei Sparkonten ein und zwei Daueraufträge, über die ein bestimmter Betrag direkt am Anfang des Monats umgebucht wird, damit du sicherstellst, dass der Teil, den du sparen möchtest auch genau dafür verwendet wird.

Dein monatliches Einkommen teilst du also auf 3 verschiedene Konten auf:

  1. Girokonto: Grundausgaben (50%), das sind unsere monatlichen Fixkosten (Miete, Auto, etc.)
  2. Sparkonto: Persönlicher Bedarf (30%), wie (Hobbys, Reisen, Shopping)
  3. Sparkonto: Sparanteil (20%)Aufbau des Vermögens

Dein Sparanteil geht zuerst ab. Wie viel das ist, bestimmst du natürlich selbst, die Prozentangaben sind nur exemplarisch. Dein persönlicher Bedarf für Hobbys, Reisen, Unternehmungen, Konzerte, das Eis und das Geld für Schuhe bei der nächsten Shopping-Tour fließen als nächstes auf ein “Spaßkonto”. Und letztendlich bleibt dein Hauptanteil für die Deckung der Fixkosten, wie Miete, Auto, Strom, Wasser und Lebensmittel auf deinem Girokonto.

Damit du die entsprechenden Geldbeträge vernünftig einschätzen kannst, solltest du dir natürlich über deine Ausgaben und dein Konsumverhalten bewusst sein und wissen, wie viel du am Anfang jeden Monats als Spareinlage zurücklegen kannst.

Frag bei deiner Bank nach, ob du kostenfrei Unterkonten einrichten kannst. Ansonsten gibt es einige Online Banken die dies anbieten. 

 

 

5-Konten-Modell 

Das 5-Konten-Modell geht noch einen Schritt weiter und erweitert dein 3-Konten-Modell um zwei weitere Unterkonten. Es verleiht dir noch mehr Kontrolle über deine Geldeingänge und -ausgaben, vor allem aber bekommst du dadurch mit der Zeit einen Überblick, wie sich deine einzelnen Lebensbereiche entwickeln. Das ist für deine finanzielle Sicherheit und deine Freiheit wichtig, doch mehr noch, zeigt es dir, ob du dich weiterhin auf dem richtigen Weg zu deinen finanziellen Zielen befindest.
Bei den fünf Konten handelt es sich um dein Gehaltskonto, dein Investmentkonto, dein Wunschkonto, dein Reservekonto und dein Spendenkonto.

  1. Konto für das Alltägliche und das Gehalt
  2. Konto für Investments
  3. Konto für deine Wünsche
  4. Konto für den Notgroschen (Reserve)
  5. Konto für Spenden

Auf dem Konto für das Alltägliche und das Gehalt gehen alle deine Erträge ein, also dein Gehalt, ausbezahlte Kapitalerträge und eventuell weitere Einkommensquellen, wie beispielsweise das Kindergeld. Dieses Konto entspricht dem Girokonto im 3-Konten-Modell und so nutzt du es auch für die Überweisung deiner Fixkosten, wie Miete, Auto, Versicherungen, Lebenshaltungskosten und auch Rundfunkgebühren.
Dein Investmentkonto ist der Ort, mit dem du deine langfristigen Visionen verwirklichst. Dieses Konto entspricht einem Sparkonto im 3-Konten-Modell, denn hierhin überweist du per Dauerauftrag den Betrag, den du monatlich sparen möchtest (Sparrate) und mit dem du möglicherweise langfristige Ziele verfolgst, wie den Kauf einer Immobilie. Dieses Geld musst du nicht auf der Bank liegen lassen. Du kannst es in Aktien oder andere Anlagemöglichkeiten, wie Kryptowährungen, Immobilienfonds oder Rohstoffe investieren. Und die Rendite aus diesen Geldanlagen fließen wieder zurück auf dieses Konto.
Über das Konto für Wünsche wickelst du alle Anschaffungen ab, die in etwa zwischen neuem Fernseher und neuem Auto liegen. Das heißt, du legst monatlich Geld ab, dass es dir erlaubt größere Anschaffungen zu finanzieren, ohne auf einen Kredit zurückgreifen zu müssen.
Wenn du beispielsweise weißt, dass du dir in 3 Jahren ein neues Auto leisten willst, dass 10.000 Euro kostet, kannst du dir ausrechnen, dass du monatlich dafür 280 Euro auf dein Wunschkonto zurücklegen musst.
Dein Notgroschen-Konto soll dann herhalten, wenn unerwartete Ausgaben entstehen, zum Beispiel wenn dein Auto einen Motorschaden hat. Wenn du dir eine Reserve dafür auf ein separates Konto zurückgelegt hast, musst du dafür nicht dein Gehaltskonto überziehen, oder deines Investments (z.B. Aktien) frühzeitig verkaufen, wenn der Kurs gerade niedrig steht, sondern hast einen Reserve-Puffer, der die unerwartete Ausgabe abfängt. Der Puffer sollte daher groß genug sein, z.B. zwei bis drei Monatsgehälter, muss aber auch nicht stetig weiter anwachsen. Von daher brauchst du hier keinen Dauerauftrag, sondern buchst immer dann etwas auf dein Notgroschen-Konto, wenn du etwas zusätzlich übrighast.
Dass du ein Spendenkonto hast, zeigt einfach, wie souverän du mit Finanzen umgehen kannst, und dass du proaktiv vom Gesetz des Gebens und Nehmens Gebrauch machst. Du gibst einen Teil deiner Ressourcen, vielleicht 10%, aber das ist dir natürlich selbst überlassen, und spendest an eine wohltätige Organisation, weil du weißt, dass es Menschen gibt, denen es noch nicht so gut geht wie dir. Du kannst einen Festbetrag per Lastschriftverfahren an eine Organisation deines Vertrauens überweisen oder jeden Monat neu entscheiden, welches gemeinnützige Projekt du finanziell unterstützen möchtest.

 

6-Konten-Modell

Das 6-Konten-Modell funktioniert quasi wie das 5-Konten-Modell, nur mit einer Erweiterung. Es wurde als Mehrkontenmodell vom kanadischen Finanz- und Wohlstandsexperten T. Harv Eker entwickelt. Er nennt es “Jars Money Management Systems”, also “Gläser Geld Management System”, mit dem du effizienter deine finanziellen Ziele verfolgen und verwirklichen kannst, indem du dein Geld in deine 6 “Gläser” steckst, um dadurch eine größere Kontrolle über deine Geldeineingänge und -ausgaben zu haben und einen besseren Überblick über die Entwicklung deiner Lebensbereiche zu entwickeln.
Es ist dem 5-Konten-Modell sehr ähnlich, jedoch kommt ein weiteres Konto ‘Bildung’ hinzu, mit dem der Fokus mehr auf deine persönliche Bildung und dadurch auch die Steigerung deiner persönlichen ‘Wachstums-Aktie’ gelegt wird. Denn je mehr du in deine Weiterbildung investierst, umso größer wird der Wert, den du anderen weitergibst. Demnach kannst du als Unternehmer bessere Produkte mit einem höheren Mehrwert zu höheren Preisen kreieren und als Arbeitnehmer ein höheres Gehalt erwarten.

  1. Konto Lebenshaltungskosten (für das Alltägliche und das Gehalt) (50%)
  2. Konto finanzielle Freiheit (für Investments)(10%)
  3. Konto Spaßkonto (für deine Wünsche)(10%)
  4. Konto Rücklagen / Anschaffungen (für den Notgroschen) (10%)
  5. Konto Bildung (10%)
  6. Konto für Spenden (10%)

Das Bildungskonto ist eine Investition in dich selbst. Erfolgreiche Menschen investieren regelmäßig in sich selbst und in ihre Weiterbildung. Dieses zusätzliche Konto soll dir helfen jeden Monat einen festen Betrag für deine Bildung übrig zu haben, um dich weiterzuentwickeln und deine Arbeit besser oder spezifischer zu erledigen. Dein Budget für Selbstinvestment kann du in eine neue Ausbildung, ein Workshop, ein Abendseminar, oder ein Coaching oder eine Mastemind-Gruppe investieren, aber auch in Bücher.

Fazit

Mit diesen drei (bzw. vier) Mehrkontenmodellen hast du eine perfekte Grundlage für deinen Umgang mit Geld und entwickelst eine Routine bzw. eine finanzielle Intelligenz, die dir erlaubt vorauszublicken, finanzielle Engpässe zu überwinden, aber vor allem deine finanziellen Ziele zu verfolgen und letztendlich auch zu erreichen.

Viel Freude und segensreiche Fülle wünsche ich dir.

 

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Autor: Hendrik Pleil

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